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Deckblatt der Broschüre. Grafik Nadine Wodtke
02.12.2010 16:19 | Kultur und Gesellschaft

Die letzten Tage im Krieg und die ersten Wochen im Frieden in der Region um Rathenow

2. Broschüre zum Kriegsende im Elbe – Havel – Winkel erschienen

Im Rathenower Havelland- Kiosk ist Ende November 2010 der 2. Teil zu einer kleinen Buchreihe mit Erlebnisberichten zum Kriegsende im Westhavelland als Fortsetzung erschien. Die Publikation ist ein Gemeinschaftsprojekt zahlreicher Geschichtsinteressierter. Redaktionell verantwortlich zeichnen für die Publikation Christiane Hörstge und Hans- Jürgen Wodtke. Koordiniert und produziert wurde die Broschüre von der Web-, Medien- und Eventagentur wodtke media.

Als 2006 der 1.Teil als Broschüre mit Tagebuch- und Erlebnisberichten erschien, gab es nur wenige Publikationen, die sich mit dem Kriegsende im Elbe – Havel – Dreieck beschäftigten. Möglicherweise hat das Erscheinen der ebenfalls bei wodtke media erstellten Broschüre zu einer Art Initialzündung geführt, denn inzwischen gibt es zahlreiche Veröffentlichung zu dem Thema. Das ist sehr begrüßenswert. Denn so gelingt es mit Hilfe der noch lebenden Zeitzeugen immer mehr Einzelheiten zu einer der schrecklichsten Epochen der Menschheit regional aufzuarbeiten und für die Nachwelt zu dokumentieren.

Bei allem erlebten Elend, welches die Autoren in der Broschüre schildern, wird aber nicht die Ursache der schlimmen Ereignisse außer Acht gelassen. Es waren letztendlich Deutsche, die bewusst und freiwillig oder weil es ihnen befohlen wurde, viel Leid über die Menschheit gebracht haben.

Eine besonders schwere Last trugen dabei die Millionen von Flüchtlinge, besondern aus dem Osten und Südosten Europas. Der Redaktion war es ein besonderes Anliegen in der Broschüre darauf aufmerksam zu machen. So zeigt die Geschichte von Alfons Stachowiak beispielhaft, wie es den vertriebenen Deutschen aus dem Osten in ihrem neu zugewiesenen Zuhause erging. In einem langjährigen Ringen haben die Flüchtlinge erst ums Überleben, dann um Anerkennung und schließlich um die Aufarbeitung des Erlebten gekämpft, um dann endgültig in der neuen Heimat anzukommen.

Ganz anders gelagerte war für Werner Lippert, Horst und Hans-Gerhard Müller, Gertrud Ryssowski und Johannes Hoffrogge die Motivation ihre Erlebnisse aufzuschreiben. Alle verbindet eine große Liebe zur Stadt Rathenow. Soweit noch möglich besuchen sie Rathenow regelmäßig und erfreuen sich an der Entwicklung der Stadt.

Ähnlich geht es Fritz Burgemeister mit Böhne. Seine Geschichte beleuchtet die Zeit der ersten Besatzungstage aus dem Blickwinkel eines 13 jährigen Jungen, der schnell Freundschaft zu den russischen Soldaten aufbaute und so die unmittelbare Zeit nach dem Kriegsende auf ganz besondere Art erlebte.

Die Broschüre im A5- Format besteht aus 84 Seiten und 93 Fotos, Grafiken und Collagen. Sie entstand als ein von wodtke media initiiertes und begleitetes Schülerprojekt. Zu beziehen ist die Publikation über den Havelland- Kiosk, Wilhelm- Külz-Str.13 in 14712 Rathenow, Tel.-Nr.: 03385 499 799 oder den OnlineShop. Der Preis beträgt 7,50 EUR pro Heft.

Weiterführende Informationen zum Inhalt der Broschüre auf den Webseiten von wodtke media

Die bisherige Kriegsberichterstattung endet im Wesentlichen mit der Einnahme Berlins durch die Rote Armee. Auch heute ist nur unzureichend bekannt, dass Rathenow die letzte Stadt auf deutschen Boden war, um die im 2. Weltkrieg gekämpft wurde. Zahlreiche deutsche,ungarische, sowjetische und polnische Soldaten und Zivilisten aus allen Teilen Europas haben in den letzten Kriegstagen im Elbe- Havel- Winkel noch ihr Leben lassen müssen.

Anderseits war die Region Auffanglager für Flüchtlinge aus Ost und West. All diesen Menschen ist die Broschüre gewidmet. Stellvertretend für diese äußern Zeitzeugen ihre Erlebnisse zum Kriegsende im Raum Rathenow.


wodtke media
Hans- Jürgen Wodtke
Wilhelminenhof 6
Brandenburg 14712 Rathenow


www.wodtke-media.de
info@wodtke-media.de


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